120806_muellerDer erste Vorsitzende der Haller AWO Dr. Walter Müller konnte zahlreiche Mitglieder und Besucher zur alljährlichen Mitgliederversammlung im Haus am Gänsberg begrüßen. Auffallend viele  weibliche Besucherinnen waren erschienen.

Die Versammlung war sehr gut organisiert und vorbereitet, so konnten die Regularien rasch abgewickelt werden.

AWO Kreisvorsitzender Richard Seubert beglückwünschte den Haller Ortsverein auch zum äußerst gelungenen Jahresbericht 2011, der sehr ansprechend gestaltet sei und wieder aufzeige mit wie viel Herzblut bei der AWO gearbeitet werde.

Der Haller Ortsverein sei mittlerweile über die Stadtgrenzen hinaus aktiv, biete inzwischen auch in Kreisgemeinden u.a. Schulsozialarbeit an. MdB Annette Sawade sei zwischenzeitlich in den Bezirksvorstand gewählt worden, so dass man dort gut vertreten sei und erfolgreiche Arbeit abliefern könne.

120806_gruppePolitisch - philosophisch begann der 1. Vorsitzende Dr. Walter Müller seinen Bericht. Er reflektierte das erst kürzlich ergangene Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Unterhalt für Asylbewerber. Seit 1993 wurde dies nicht mehr erhöht, obwohl die Lebenshaltungskosten in der BRD deutlich angestiegen seien. Gleichzeitig werden in Berlin gigantische Bankenrettungspakete verabschiedet, teilweise in Nacht- und Nebelaktionen, oder innerhalb 48 Stunden. Diese soziale Schieflage sei für ein Land wie Deutschland beschämend. Einerseits werden die Bedingungen für Asylbewerber streng reguliert, andererseits warten wir immer noch auf strengere Regulierungen für Banken. Die Schere zwischen Arm und Reich gehe immer weiter auseinander, das bedeute nicht nur Kinderarmut, es gebe auch immer mehr Altersarmut in unserer Gesellschaft. Hier komme die AWO ins Spiel und fragt: Was können wir tun? Wir müssen sozial und gesellschaftspolitisch aktiv werden, die Schieflage verändern. Stolz stellte Dr. Müller fest, dass man das auch getan habe. Mit Infoständen oder mit sehr gut besuchten Vortragsveranstaltungen (z.B. Götz Werner). Die Anzahl der ehrenamtlich Tätigen im Verein habe zugenommen. Die Arbeit im Vorstand sei harmonisch, ebenso das Verhältnis zwischen Haupt- und Ehrenamt und dem Kreisverband. Vorschläge zur Belebung des Vereins werden dankbar angenommen. Im Jahr 2013 gehe das Migrantenprojekt über die Gastarbeiter in die Zielgerade. Trotzdem schloss der Vorsitzende mit dem Appell, man müsse noch stärker werden, damit man noch besser gehört werde.

120806_gruppe1Geschäftsführer Werner Hepp bezeichnete die AWO nicht als Reparaturbetrieb des Kapitalismus, man wolle aktiv gestalten. Die Bilanzen seien erfreulich. Eine Herausforderung sei der Wegfall der Zivis gewesen, man müsse das Essen auf Rädern nun mit festangestellten Fahrern ausliefern. Einige Dienste hätten sich verteuert oder könnten wegen mangelnder Finanzierung nicht mehr angeboten werden.

Bei den Verhandlungen mit der LBBW bezüglich der betreuten Seniorenwohnanlage habe man einen Großteil der Verhandlungsziele erreicht. Trotzdem musste die erste Mieterhöhung seit 2006 durchgeführt werden. Noch im laufenden Jahr soll ein Mieterbeirat installiert werden. Die Mitarbeiterzahl hat sich seit 2006 auf 88 festangestellte Personen verdoppelt. Wirtschaftlich konnte eine schwarze Null erreicht werden. Souverän schloss Werner Hepp mit der Feststellung: „Gut, dass es die AWO gibt.“

Eva Beyerhaus und Immanuel Heinle haben mit einem vielköpfigen engagierten Team die Werte in der AWO neu definiert und festgeschrieben. Chancen und Grenzen wurden abgefragt und zusammengefasst. Alle sechs Thesen sind in der Homepage nachzulesen. Ingrid Gösele, Fachbereichsleiterin Kinder und Jugend und seit 35 Jahren bei der AWO angestellt, freut sich, dass sie diesen guten Prozess miterleben durfte und dass man neuen Kollegen die inhaltlichen Werte aufzeigen kann.

Revisorin Heide Wild bescheinigte eine gute Kassenführung und wurde gemeinsam mit dem Vorstand entlastet.

Die harmonische Versammlung schloss mit einem gemütlichen Grillabend.

Bei den Wahlen zum Vorstand ergab sich folgendes Ergebnis:
Erster Vorsitzender Dr. Walter Müller, 2. Vorsitzende Birgit Kern und Marc Tiefenthäler, Kassier Hubert Ackermann, Beisitzer: Heide Blank, Sabine Grauert (neu), Werner Hepp, Andrea Herrmann, Danny Multani (neu), Hans Neumann, Elvira Probst-Lipski, Jürgen Riehle, Richard Seubert, Wolfgang Schweikert (neu), Michael Wanner, Astrid Winter.
Revisoren: Rose Kröner, Heide Wild.

Als Kreisdelegierte gewählt wurden: Werner Hepp, Jürgen Riehle, Marc Tiefenthäler, Birgit Kern, Rüdiger Schorpp, Andrea Herrmann, Michael Wanner.

Elvira Probst-Lipski

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