Inhalt

Kinder im Mittelpunkt (KiMi)

 

Ein Gemeinschaftsprojekt des Landkreises mit Arbeiterwohlfahrt, Caritas und Diakonie


Mutter mit lachendem BabyKiMi ist ein Angebot mit Geh-Struktur  für schwangere Frauen und Mütter in psychosozialen Risikosituationen. In der Regel werden diese Frauen nur erreicht, wenn sie sehr individuell angesprochen (aufsuchende Arbeit) und an möglichst eine Vertrauensperson gebunden werden.
Es ist ein präventives Angebot, das durch seine frühzeitige Intervention die Chancen auf eine weitere positive Entwicklung von Mutter und Kind spürbar steigert.


Zielgruppe

Aufgenommen werden schwangere Frauen und Mütter mit Kindern bis zum 6. Lebensmonat (Ziel: Aufnahme so früh wie möglich); die Beratung und Betreuung erfolgt bis zum 2. Lebensjahr des Kindes.

KiMi richtet sich an Frauen
  • die Bildungsbedarf haben (z. B. in Bezug auf Haushaltsführung, Erziehung, Pflege)
  • die sozio-ökonomisch benachteiligt sind
  • die aufgrund ihrer psychischen oder sozialen Situation isoliert sind
  • die aufgrund ihres Migrationshintergrundes benachteiligt sind


Inhalte

Das Projekt besteht aus 3 Säulen

  1. Aufsuchende Arbeit / Einzelbetreuung

    Die Intensität der Einzelberatung orientiert sich am jeweiligen Bedarf der Teilnehmerin. Einzelkontakte finden in der Regel im Rhythmus von zwei bis drei Wochen statt.Es ermöglicht den Teilnehmerinnen z. B. neue Beziehungserfahrungen , eine Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie, die Übertragung der gewonnenen positiven Erfahrungen auf die Beziehung zum Kind.


  2. Gruppenangebote

    Das Gruppenangebot ermöglicht
    • Erfahrungsaustausch und gegenseitige Unterstützung
    • die Aufhebung der Isolation
    • die Vermittlung des fehlenden Basiswissens (z. B. Haushaltsführung,  Versorgung, Kinderpflege)

    Pro Gruppe können bis zu zwölf  Frauen teilnehmen.  Es ist angestrebt, dass die Frauen, die durch die aufsuchende Arbeit/Einzelbetreuung begleitet werden, auch das Gruppenangebot besuchen.

    Die Gruppen finden in zweiwöchentlichem Turnus statt.  Kinderbetreuung, auch für Geschwisterkinder, wird gewährleistet.


  3. Vernetzung

    Das Projekt wird von Mitarbeiterinnen unterschiedlicher Träger durchgeführt. Sie nutzen  bestehende Netzwerke (z. B. Ärzte, Kliniken, Erzieherinnen, ARGE) um eine hohe Akzeptanz zu erreichen und die Erfolgschancen zu verbessern. Durch die Anbindung des Projekts an freie Träger besteht bei Bedarf die Möglichkeit, ehrenamtliche Kräfte einzubinden.


Mutter mit BabyZugangswege

Der Zugang ist niederschwellig, kurzfristig und unbürokratisch möglich durch

  • Jugendamt
  • Beratungsstellen
  • Hebammen
  • ARGE
Betroffene Frauen werden von den MitarbeiterInnen dieser Stellen in das Projekt begleitet. Die oben genannten Stellen sind Ansprechpartnerinnen für Netzwerkpartner.


Ziele

  1. Stärkung von Elternkompetenz

    Mit dem Angebot von KiMi sollen Mütter unterstützt werden,
    • feinfühlig auf die Signale ihrer Kinder zu reagieren. Feinfühligkeit der Bindungsperson trägt entscheidend zu einer sicheren Eltern-Kind-Bindung bei. Zur Feinfühligkeit gehört, dass die Mutter die Signale des Kindes erkennt, richtig deutet und angemessen und zuverlässig darauf eingeht.
    • Das Kleinkind gewinnt dadurch Vertrauen in die Bindungsperson, in sich selbst und in seine Umwelt, mit langfristig positiven Wirkungen (z. B. Kindergarten, Schule, Freundschaften, soziale Kompetenz, Lernverhalten).

    KiMi stärkt Mütter in der Entwicklung dieser Kompetenzen und versetzt sie in die Lage, ihrem Kind sichere und verlässliche Bindungen zu bieten, ihr Kind zuverlässig zu versorgen, zu betreuen und zu fördern, Entwicklungsschritte und -phasen der Kinder zu erkennen und darauf zu reagieren, sowie eigene Bedürfnisse auf die Bedürfnisse ihrer Kinder abzustimmen.


  2. Förderung und Integration

    Durch KiMi sollen die Mütter unterstützt werden, sich in ihrem Lebensumfeld zu integrieren. Sie erhalten Unterstützung, um für sich Klarheit in der eigenen Lebensgestaltung  zu entwickeln, sowohl in persönlicher wie in beruflicher Hinsicht, bei der Überwindung von sozialen Ängste, Isolation und Hilflosigkeit, und bei der Suche nach förderlichen Angeboten für sich und ihre Kinder.


  3. Vernetzung

    Das Angebot wird von einem breiten Spektrum an Trägern unterstützt und begleitet und garantiert die Zugangswege für möglichst viele betroffene Frauen.


Ihre Ansprechpartnerinnen

Kimi-Mitarbeiterinnen

Altkreis Schwäbisch Hall

Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. (AWO)
Tel. 07 91 97  00 41 5 • Fax 07 91 97 00 45 0 • Mobil 01 75 62 29 44 0


Altkreis Crailsheim

Frau Friedlind Verleger (Diakonie) • Tel. 07 95 19 61 99 10 • Mobil 01 60 14 46 71 0
Frau Angelika Cantré (Caritas) • Tel. 07 95 19 43 11 2

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